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Der faire Milchlieferant - wer darf sich so nennen ? |
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Hofschild-Bestellung per eMail per Fax oder per Post: |
Dass zur Zeit zu viel Milch auf dem Markt ist weiß jeder Milcherzeuger. Über den Weg, Angebot und Nachfrage wieder ins Gleichgewicht zu bringen und damit eine Erhöhung des Milchpreises zu erreichen, sind sich Landwirte, Verbände und Politik jedoch nicht einig. Gegenseitige Schuldzuweisungen und die Einforderung von Vorleistungen verhindern, dass hier effektiv gehandelt wird. "Der faire Milchlieferant" ergreift EigeninitiativeDie Initiative "Der faire Milchlieferant" richtet sich an die Eigenverantwortlichkeit der einzelnen Milcherzeuger. Indem die Teilnehmer ihre Quote strikt einhalten bzw. unterliefern, wollen sie ohne spektakuläre Aktionen, ohne politische Vorgaben und ohne Druck von Verbänden ein Umdenken in Gang setzen. "Wenn wir gemeinsam die Produktion verknappen haben wir eine echte Marktmacht" so die Überzeugung von Jürgen Zettl, dem Gründer der Initiative. Jürgen Zettl im Stall Eine Hoftafel zeigt, wer fair produziertMilcherzeuger, die im jeweiligen Milchwirtschaftsjahr ihre Milchquote unterliefert bzw. eingehalten haben, können eine Hoftafel erhalten, mit der sie ihr vernünftiges Denken und Handeln nach außen publik machen. Als Nachweis wird die Milchgeldabrechnung vom März des jeweiligen Quotenjahres benötigt. Für das Milchwirtschaftsjahr 08/09 müssen allerdings auch die Abrechnungen vom Mai und Juni 2008 vorgelegt werden, da die weggeschüttete Milch vom Milchstreik nicht in Abzug gebracht werden kann. Milchlieferanten, die in den letzten beiden Milchwirtschaftsjahren 07/08 und 08/09 bereits unterliefert haben, können noch rückwirkend den "Fairen Milchlieferanten" beitreten. Maßgebend für Tafelbestellungen ab 2010 ist das Milchkontingent vom 31.03.2009. Das bedeutet, dass die Quotenaufstockungen nicht beliefert werden dürfen, um die Mengensteuerung in bäuerlicher Hand in die Tat umzusetzen.
Verbraucher interessieren sich für die "Fairen Milchlieferanten"Nach den Presseberichten über die "Fairen Milchlieferanten" interessierten sich nicht nur Milchbauern für die Aktion. Jürgen Zettl bekam auch viele Rückmeldungen von Verbrauchern. Gerade auch von ihnen gab es viel Lob und Zustimmung für die Aktion und den Wunsch, diese Milchbauern zu unterstützen. Mit der Gründung des gemeinnützigen Vereins "Freunde der fairen Milchlieferanten" wurden vor kurzem die Weichen für die Eröffnung eines Spendenkontos gestellt. Ab sofort können Verbraucher in einen Fond einzahlen, der dann an die "Fairen Milchlieferanten" ausgeschüttet wird. Weil die Verbraucher nachvollziehen wollen, wer ihre Spenden erhält, müssen sich die Landwirte auf einer Liste im Internet veröffentlichen lassen.
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